Einplatinencomputer und System-on-Module sind kompakte Recheneinheiten, die in modernen Embedded-Systemen zentrale Aufgaben übernehmen. Sie integrieren CPU, Speicher und Schnittstellen auf engem Raum – und erfordern im EMS-Prozess höchste Präzision bei der Auswahl, Integration und Qualifizierung.
Einplatinencomputer und System-on-Module sind technologische Schlüsselelemente in industriellen Embedded-Anwendungen für skalierbare, kompakte Embedded-Lösungen. Als standardisierte oder kundenspezifisch bereitgestellte Module kombinieren sie Rechenleistung mit Kommunikationsschnittstellen und eignen sich ideal für industrielle Automatisierung, Medizintechnik, Kommunikationstechnik sowie IoT-Anwendungen. Der technische Mehrwert liegt in der Modularität und Wiederverwendbarkeit, was Serienübergänge erleichtert und Produktionskosten stabilisiert.
Im Kontext von EMS-Projekten übernehmen diese Module die Rolle der zentralen Steuereinheit. Ihre Auswahl beeinflusst maßgeblich die Systemarchitektur, die thermische Auslegung, das EMV-Verhalten sowie die spätere Skalierbarkeit der Lösung. Die präzise Spezifikation eines SBC oder SOM hat direkte Auswirkungen auf die Energieeffizienz, die Zuverlässigkeit und die Kompatibilität mit Peripheriegeräten. Eine Einbindung ab der Produktionsvorbereitung und DfM-Analyse ist entscheidend, um die mechanische, elektrische und funktionale Integrität sicherzustellen.
Wir legen großen Wert auf die technische Validierung dieser Komponenten im Rahmen von DfM-Analysen. Dabei werden unter anderem Pinouts, Stromversorgung, Signalführung, thermisches Verhalten sowie mechanische Schnittstellen geprüft. Die enge Zusammenarbeit zwischen unserem Engineering-Team und dem Kunden legt die Grundlage für eine robuste, langfristig einsatzfähige Integration. Ergänzt wird dieser Prozess durch eine detaillierte Betrachtung der Lebenszykluskosten, der Bauteilverfügbarkeit sowie der regulatorischen Anforderungen.
Im Rahmen unserer EMS-Dienstleistungen unterstützen wir Kunden bei der technischen Integration und produktionsbezogenen Bewertung von Single-Board-Computer- und System-on-Module-Lösungen – in der Serienfertigung. Der technische Fokus liegt auf der Auswahl, dem Sourcing und der Integration dieser Module in das kundenspezifische Gesamtsystem, abgestimmt auf mechanische, elektrische und thermische Randbedingungen.
Unser Engineering-Team prüft alternative Module bei eingeschränkter Verfügbarkeit, analysiert BOMs, bewertet die Kompatibilität mit der Zielarchitektur und übernimmt den produktbezogenen Qualifikationsprozess im Serienkontext. Dazu gehören unter anderem EMV-Tests, Burn-In-Zyklen, Temperaturverhalten, Signalqualität sowie Schnittstellenbewertungen (z. B. UART, Ethernet, USB, PCIe). SMT- und THT-Montageprozesse werden unter ESD-konformen Bedingungen durchgeführt und durch AOI-, ICT- und Funktionstests ergänzt.
Wir stellen sicher, dass jedes Modul – sei es ein SOM oder ein SBC – gemäß den definierten Standards getestet und dokumentiert wird. Die Anforderungen an CE-, UL- und RoHS-Konformität werden dokumentationsseitig im Produktionsprozess berücksichtigt. Der Kunde profitiert von einem durchgängigen Traceability-System, das sowohl die Bauteilverwendung als auch die Testhistorie transparent abbildet.
Dieser strukturierte, dokumentierte Integrationsprozess ist darauf ausgelegt, Produktions- und Integrationsrisiken zu minimieren und die technische Konsistenz über mehrere Produktgenerationen hinweg sicherzustellen. Unsere Vorgehensweise unterstützt eine effiziente Industrialisierung kundenspezifischer Geräte mit Fokus auf Stabilität, Wiederholbarkeit und regulatorische Sicherheit.
Ein zentraler Aspekt in industriellen Anwendungen ist die Langzeitverfügbarkeit von Komponenten. Gerade SOM– und Einplatinencomputer-Plattformen bieten hier strategische Vorteile durch standardisierte Formfaktoren, definierte Roadmaps und die Möglichkeit zur Plattformpflege ohne vollständige Redesigns. Dies sichert die Serienfertigung und reduziert spätere Integrationsaufwände.
Wir unterstützen unsere Kunden aktiv beim Lifecycle-Management unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit von Komponenten und der Sicherstellung der Serienproduktion. Dazu zählen die frühzeitige Identifikation von Abkündigungen, der Vergleich kompatibler Alternativen sowie die technische Freigabe neuer Versionen. Im Rahmen unserer Sourcing-Strategien werden geprüfte Lieferketten etabliert, um die Versorgungssicherheit unabhängig von Marktschwankungen zu gewährleisten. Dabei greifen wir auf langjährige Beziehungen zu Herstellern und qualifizierten Distributoren zurück.
Für Kunden bedeutet das: minimiertes Obsoleszenzrisiko, gleichbleibende Qualität über Produktgenerationen hinweg und planbare Skalierbarkeit. Der Einsatz modularer Plattformen unterstützt zudem die Parallelisierung von Projekten – verschiedene Produkte können auf vorhandenen, vom Kunden oder Modulhersteller spezifizierten System-on-Module-Plattformen basieren, was den Integrationsaufwand reduziert und die Testumgebungen stabilisiert.
Durch unsere standardisierten Prozesse und die Einhaltung von Normen wie ISO 9001, ISO 14001, ISO 13485 und IPC-A-610 gewährleisten wir höchste Qualität – sowohl in der Testphase als auch in der Serienfertigung. Ergänzt durch ein ESD-konformes Umfeld und ein systematisches Risikomanagement wird jedes Projekt auf Stabilität und Wiederholbarkeit ausgerichtet.