GSM- und UMTS-Antennen sind weiterhin Bestandteil bestehender Industrieelektronik, bei der Serienproduktion, Komponentenverfügbarkeit und Produktionskontinuität berücksichtigt werden müssen. Wir unterstützen Kunden bei der produktionsbezogenen Qualifikation und Integration solcher Komponenten im Rahmen konkreter Serienprojekte.
Industrielle GSM/UMTS-Antennen sind insbesondere dort relevant, wo bestehende Geräteplattformen weiterhin auf GSM- oder UMTS-basierte Kommunikation ausgelegt sind. Bei bestehenden Serienprojekten ist zugleich die Entwicklung der verfügbaren Mobilfunkinfrastruktur zu berücksichtigen: UMTS wurde in Deutschland bereits abgeschaltet, während auch die langfristige Verfügbarkeit von GSM bei der Produktions- und Materialplanung zu berücksichtigen ist.
Unsere Aufgabe beginnt nicht mit der Entwicklung der Funkarchitektur. Im Rahmen eines konkreten Produktionsprojekts prüfen wir die vom Kunden vorgegebene Lösung auf ihre Fertigungstauglichkeit und bewerten die Integration der Antenne in den Serienprozess. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die Dokumentation, die Stückliste, die Schnittstellen, die Montagebedingungen sowie die Anforderungen an eine reproduzierbare Fertigung.
GSM-Antennen für industrielle Kommunikation qualifizieren wir ausschließlich als Bestandteil des Kundengeräts. Produktionsbezogene Empfehlungen dienen dazu, Produktions- und Integrationsrisiken zu erkennen und einen stabilen Serienanlauf vorzubereiten.
In bestehenden M2M- und IoT-Geräten können GSM- und UMTS-Komponenten weiterhin Teil einer bereits festgelegten technischen Plattform sein. Wir verändern weder die Kommunikationsarchitektur noch die Funktion des Systems. Unsere Rolle umfasst die produktionsbezogene Bewertung, Qualifizierung und Integration der vom Kunden vorgesehenen Komponenten.
Bei UMTS-Antennen für Embedded-Anwendungen betrachten wir deshalb vor allem die Bedingungen, unter denen die Komponente in der Serienfertigung prozesssicher und wiederholbar integriert werden kann. Grundlage sind die technische Dokumentation des Kunden, die definierten Schnittstellen sowie die Anforderungen des Produktionsprozesses.
Im Rahmen von NPI und DfM prüfen wir die Fertigungstauglichkeit und weisen auf mögliche Produktions- oder Integrationsrisiken hin. Falls Verfügbarkeitsprobleme auftreten, können wir im Rahmen des Produktionsprojekts sourcingbezogene Komponentenalternativen hinsichtlich ihrer produktionstechnischen Integration bewerten. Eine solche Qualifikation erfolgt immer im Zusammenhang mit dem konkreten Produktionsprojekt und nicht als eigenständige Komponentenberatung.
Die Funkfunktion eines Geräts wird durch das Produktdesign des OEM festgelegt. Wir übernehmen daher weder die RF-Entwicklung noch die Bewertung der Systemfunktion als Ganzes. Unser Schwerpunkt liegt auf der reproduzierbaren Umsetzung der vom Kunden definierten Lösung in der Serienproduktion.
Bei der Integration von zuverlässigen Mobilfunkantennen für IoT-Systeme prüfen wir produktionsbezogene Aspekte wie Montagebedingungen, elektrische und mechanische Schnittstellen sowie die Übereinstimmung mit der freigegebenen Dokumentation. Produktions- und Integrationstests werden nach definierten Kriterien durchgeführt und dienen der Kontrolle des Fertigungsprozesses sowie der korrekten Montage.
Unser Qualitätsmanagement basiert unter anderem auf den zertifizierten Managementsystemen nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 13485; in der Fertigung arbeiten wir zudem nach den relevanten IPC- und ESD-Anforderungen. Damit schaffen wir kontrollierte Bedingungen für die Fertigung und Integration elektronischer Baugruppen, ohne die Verantwortung für die Funktion oder Zulassung des Endprodukts zu übernehmen.
Bestehende Geräte mit GSM- oder UMTS-Anbindung stellen den Herstellern zunehmend Herausforderungen hinsichtlich der Komponentenverfügbarkeit und der Produktionskontinuität. Bei GSM/UMTS-Lösungen für Industrieelektronik unterstützen wir deshalb nicht bei der Entwicklung einer neuen Funklösung, sondern bei der produktionsbezogenen Umsetzung der vom OEM definierten Plattform.
Im Rahmen des konkreten Produktionsprojekts können wir die vorgesehenen Komponenten qualifizieren, sourcingbezogene Alternativen bewerten und deren produktionstechnische Integration in den Serienprozess prüfen. Dabei stehen Fertigungstauglichkeit, dokumentierte Prozessbedingungen, Traceability sowie eine stabile Materialversorgung im Mittelpunkt.
Auch regulatorische Anforderungen werden ausschließlich aus Produktionssicht berücksichtigt. Wir unterstützen den OEM mit produktionsbezogener Dokumentation und definierten Prüfungen im Fertigungsprozess, soweit diese für die Vorbereitung der Konformitätsbewertung nach CE- und RoHS-Anforderungen oder einer UL-Zertifizierung relevant sind. Die Verantwortung für die Konformitätsbewertung, die Zertifizierung und das Inverkehrbringen des Endprodukts bleibt beim OEM beziehungsweise beim Kunden.
So lassen sich bestehende Mobilfunklösungen kontrolliert weiterentwickeln und vom OEM freigegebene Änderungen im Rahmen der Industrialisierung nachvollziehbar in den Serienprozess überführen.