Die Vernachlässigung des Mikroklimas kann zu einer Reihe von Problemen führen, die nicht sofort mit bloßem Auge erkennbar sind und sich oft erst nach längerer Nutzung des Geräts bemerkbar machen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass elektronische Bauteile – insbesondere solche in Kunststoffgehäusen – Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufnehmen. Beim Löten unter hohen Temperaturen verdampft das gespeicherte Wasser schlagartig, was zu einem plötzlichen Druckanstieg und inneren Spannungen führt. Dieses Phänomen, bekannt als Popcorn-Effekt, kann Mikrorisse im Gehäuse verursachen, die Halbleiterstruktur beschädigen und im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Ausfall der Komponente – bereits beim Test oder im späteren Einsatz – führen.
Auf der anderen Seite stellt zu trockene Luft eine stille Gefahr durch elektrostatische Entladung (ESD) dar. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit können sich elektrostatische Ladungen wesentlich leichter aufbauen – es genügt eine Bewegung des Bedieners, der Kontakt mit einem nicht geerdeten Werkzeug oder sogar das einfache Wischen einer Oberfläche. Für das menschliche Auge unsichtbar, können solche Entladungen für empfindliche integrierte Schaltungen verheerend sein – sie beschädigen Isolationsschichten, Transistor-Gates oder verursachen feine Defekte, die erst nach hunderten Betriebsstunden sichtbar werden.
Doch das ist noch nicht alles. Die Umgebungsbedingungen haben auch großen Einfluss auf den Lötprozess, eine entscheidende Phase beim Verbinden der Komponenten mit der Leiterplatte. Ein zu trockenes oder zu feuchtes Mikroklima kann die Oxidation des Lötzinns – insbesondere bei zinnhaltigen Legierungen – beschleunigen. Die dabei entstehenden Oxidschichten behindern die Bildung zuverlässiger Verbindungen, was zu kalten Lötstellen, instabilen Kontakten und potenziellen Ausfallpunkten führen kann. Das Ergebnis? Eine Schaltung, die anfängliche Tests besteht, kann bei der ersten intensiven Nutzung versagen.
Deshalb sollte man bei der Auswahl eines Elektronikfertigers eine ganz konkrete Frage stellen:
Wie kontrollieren Sie die Produktionsumgebung?
Die Antwort darauf kann entscheidend für das Endergebnis sein. Warum?
Geringeres Risiko für Reklamationen und Rückläufer – gut kontrollierte Bedingungen minimieren versteckte Mängel, die erst beim Endanwender auftreten.
Höhere Zuverlässigkeit der Geräte – eine stabile Produktionsumgebung sorgt für gleichbleibende Qualität und langfristige Haltbarkeit des Produkts.
Professionalität bis ins Detail – wer das Mikroklima im Griff hat, arbeitet mit großer Wahrscheinlichkeit auch im gesamten Produktionsprozess mit derselben Sorgfalt.
Bei Elhurt EMS überlassen wir nichts dem Zufall. Als erfahrener Partner im Bereich der Elektronikfertigung bieten wir unseren Kunden nicht nur hochwertige Montage, sondern auch eine umfassende Kontrolle der Produktionsbedingungen. Unsere Fertigungslinien arbeiten unter streng überwachten Bedingungen – mit präziser Steuerung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, vollständigem ESD-Schutz und kontinuierlicher Überwachung. Denn wir wissen: Qualität beginnt bei den Dingen, die… man auf den ersten Blick nicht sieht.