Die Through-Hole-Technologie (THT) ermöglicht stabile, mechanisch belastbare Verbindungen auf Leiterplatten – besonders geeignet für Bauteile mit hohen Strömen, thermischer Beanspruchung oder mechanischer Fixierung. THT-Komponenten bleiben essenziell für langlebige Elektroniklösungen.
Die THT-Bestückung spielt in Elektronikprojekten eine entscheidende Rolle, in denen mechanische Festigkeit und dauerhafte Belastbarkeit gefragt sind. Im Vergleich zur SMD-Technologie eignen sich THT-Komponenten besser für Anwendungen mit Vibrationen, hohen Temperaturen oder hoher Strombelastung – etwa in der Industrieelektronik, der Energieverteilung oder der Automatisierungstechnik.
In Elektronikfertigungsprozessen (EMS) ist die Auswahl geeigneter THT-Komponenten kein isolierter Schritt, sondern ein integraler Bestandteil der produktionsbezogenen Planung im Rahmen des Kundenprojekts. Durchkontaktierte Bauelemente beeinflussen sowohl die thermische Leistung als auch die physikalische Stabilität ganzer Baugruppen. Ihre Integration muss frühzeitig im Rahmen des Designs berücksichtigt werden – insbesondere hinsichtlich des Bohrungsdurchmessers, der Lötstellenbelastung und der Layoutoptimierung.
Ein zuverlässiger THT-Prozess beginnt nicht mit dem Löten, sondern mit der präzisen Planung: Materialspezifikation, mechanische Anforderungen und Montageparameter werden analysiert, bevor das erste Bauteil verarbeitet wird. Dabei gilt: Je komplexer die Anforderung, desto wichtiger ist die Einbindung eines erfahrenen Fertigungspartners, der produktionsbezogene Anforderungen analysiert und Empfehlungen zur Fertigungstauglichkeit liefert.
Im Produktionsablauf setzen wir auf einen abgestimmten Mix aus manuellen und automatisierten Verfahren. Komponenten werden präzise platziert – entweder per Hand oder halbautomatisch – bevor sie über Wellen- oder Selektivlötanlagen prozesssicher verbunden werden. Entscheidende Parameter wie Lötspiegel, Temperaturprofile und Lotmenge werden projektspezifisch kalibriert.
Für komplexe Designs oder kombinierte SMD-/THT-Layouts analysieren unsere Engineering-Teams die Prozessschritte im Rahmen von DfM-Workshops. Dabei betrachten wir mechanische Fixierung, Wärmeableitung sowie Toleranzen der Gesamtbaugruppe. Diese Informationen fließen in die Erstellung eines prozessorientierten Produktionskonzepts ein – einschließlich der Testpläne, der Lötstrategien und der Dokumentation.
Die THT-Bestückung erfolgt stets in enger Abstimmung mit anderen Produktionsbereichen – etwa bei gemischten Baugruppen oder bei der Integration von Steckverbindern, Transformatoren oder Leistungselektronik. Durchgängige Rückverfolgbarkeit wird bereits ab dem Wareneingang sichergestellt, unterstützt durch digitale Bauteilverwaltung und systematische Dokumentation.
Die Qualität jeder THT-Verbindung wird durch strukturierte Prüfprozesse geprüft. Sichtprüfungen nach IPC-A-610 sind Standard, ergänzt durch AOI, ICT und funktionale Endtests – je nach Kundenanforderungen. Besonders bei hochstromfähigen oder sicherheitskritischen Anwendungen legen wir großen Wert auf vollständige Protokollierung sowie auf dokumentierte Prozessparameter.
Unsere THT-Fertigung ist vollständig in das Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 13485 integriert. ESD-Monitoring, RoHS-Prüfungen und kontinuierliche Prozessvalidierung sichern dabei nicht nur die Normkonformität, sondern auch eine gleichbleibende Qualität bei hohen Stückzahlen. Jede Abweichung wird gemäß dem 8D-Standard analysiert, um Ursachen frühzeitig zu eliminieren.
Durch unser proaktives Qualitätsmanagement tragen wir zur Minimierung des Ausschusses und zur Erhöhung der Ausbeute bei – ein bedeutender Faktor insbesondere für Serienprojekte mit engen Margen oder sicherheitsrelevanten Funktionen. Zusätzlich unterstützen wir unsere Kunden bei der Erstellung technischer Unterlagen zur Produktionsunterstützung im Rahmen von CE-, UL- oder RoHS-Anforderungen.
Nicht jede Baugruppe erlaubt Standardprozesse – darum kombinieren wir bei Bedarf verschiedene Montagetechniken, etwa Wellenlöten mit Selektivlöten oder manuelles Rework. Das ermöglicht die flexible Verarbeitung von Steckverbindern, Ringkernspulen oder Sonderbauteilen, die eine individuelle Handhabung erfordern.
Je nach Bauteiltyp und Layout wählen unsere Prozessingenieure die passende Montagesequenz und definieren geeignete Lotprofile. Dies betrifft auch die Auswahl geeigneter Alternativkomponenten im Rahmen des Kundenprojekts, wenn Originalkomponenten nicht verfügbar sind. Hier profitieren unsere Kunden von fundiertem Sourcing-Know-how und langjährigen Lieferantenbeziehungen.
Für gemischte Bestückungen werden SMD- und THT-Prozesse synchronisiert. Dies umfasst sowohl die logistische Planung als auch die Testintegration in einem durchgängigen Ablauf. Solche hybriden Projekte erfordern nicht nur technisches Wissen, sondern auch eine exakte Steuerung der Fertigungsprozesse – einschließlich Traceability, Materialvalidierung und Fertigungsfreigabe.
Als EMS-Partner mit Sitz in Danzig bietet Elhurt EMS mehr als nur reine Fertigung: Wir begleiten unsere Kunden von der Produktionsvorbereitung über die THT-Integration bis zur Qualitätssicherung in der Serienfertigung. Unsere Ingenieure bewerten Bauteile hinsichtlich der Verfügbarkeit, der Integrationsfähigkeit und der regulatorischen Anforderungen.
Wir analysieren technische Dokumentationen (BOM, Layout, Schaltpläne), bewerten Komponenten im Hinblick auf Fertigung und Integration, bereiten Prüfkonzepte vor und integrieren das finale Layout in unsere Fertigungslinien. Dadurch können unsere Kunden sicher sein, dass ihre Baugruppen nicht nur produktionsreif, sondern auch langfristig skalierbar sind.
Unsere Kunden profitieren von:
Mit unserer langjährigen Erfahrung, technischer Disziplin und engagiertem Projektmanagement sind wir der verlässliche Partner für komplexe Baugruppen mit THT-Bestückung – effizient, transparent und auf Augenhöhe.